Die zweite Hälfte der Wirklichkeit

Was geschieht, wenn wir Bewusstsein nicht länger als Zuschauer, sondern als schöpferische Kraft verstehen?

 

Wir haben gelernt, Wirklichkeit für etwas Festes zu halten.

Ein Tisch ist ein Tisch. Ein Körper ist ein Körper. Eine Wand ist eine Wand. Materie ist da, sichtbar, greifbar, messbar. Sie scheint uns so selbstverständlich real, dass wir selten darüber nachdenken, was sich eigentlich hinter dieser scheinbaren Festigkeit verbirgt.

Und doch beginnt genau dort eine der faszinierendsten Fragen unserer Zeit.
Denn wenn wir tief genug in die Materie hineinblicken, verschwindet ihre Festigkeit zunehmend. Was eben noch kompakt erschien, öffnet sich zu einem ungeheuren Raum.

Atome bestehen aus einem Atomkern und Elektronen. Dazwischen liegt – im Verhält- nis zu ihrer Größe – ein riesiger Raum. Das, was wir als feste Materie wahrnehmen, ist also keineswegs so massiv, wie unser alltäglicher Blick uns glauben lässt.

Auch wir selbst bestehen, bezogen auf unser Volumen, nahezu vollständig aus diesem Raum.

Und damit beginnt für mich die eigentlich spannende Frage:

Was ist dieser Raum?
Ist er einfach leer?
Ein Nichts zwischen den Dingen?

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Geist schafft Materie

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